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Surbroode

(Rheinischer Sauerbraten nach alter Art)

Die Kölner Großmütter haben ihn meist noch aus Pferdefleisch zubereitet, doch heute müssen statt der Pferde fast nur noch die Rinder dran glauben. Der "Surbroode" ist neben dem "Hämmchen" Kölns älteste Fleischspezialität. Sein kulinarisches Geheimnis liegt in der zarten Harmonie von Süß und Sauer. Ist er gekonnt geschmort, zergeht er auf der Zunge.

Ihr braucht für 4 Personen:

Suurbroode
  • 1 kg Rindfleisch (Oberschale, Nuß)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Möhre (Karotte)
  • 1/4 l Weinessig
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 2 Wacholderbeeren
  • 2 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 125 g Rosinen
  • 1 TL Speisestärke

So wird es gemacht:
Das Fleisch 2 oder 3 Tage vor der Zubereitung in eine Marinade einlegen. Dafür Zwiebeln und Möhre schälen und fein würfeln. Mit Essig und 1/2 l Wasser aufkochen. Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Nelken und Lorbeerblatt etwas zerstoßen und hineingeben. Die Marinade abgekühlt über das Fleisch gießen, so dass dieses davon bedeckt ist. Zugedeckt kühl aufbewahren und ab und zu wenden.
Das Fleisch aus der Marinade heben und mit Küchenkrepp gut abtrocknen. Dann mit Salz und Pfeffer einreiben und im Bräter in heißer Butter ringsum braun anbraten. Die Marinade durch ein Sieb in ein Gefäß gießen. Den Siebinhalt zum Braten geben und kurz mit anbraten. Die Marinade erhitzen, 1/8 l davon an den Braten gießen. Den Braten zugedeckt 2 Stunden schmoren, dabei gelegentlich wenden und gegebenenfalls Wasser angießen. Anschließend auf die vorgewärmte Bratenplatte legen und zugedeckt im warmen Backofen etwa 15 Minuten ruhen lassen.
Inzwischen die Sauce zubereiten. Dafür den Fond durch ein Sieb gießen, dann mit den Rosinen auf 1/4 l einkochen lassen. Die Sauce mit angerührter Speisestärke binden. Wenn sie zu sauer ist, noch etwas Zucker zugeben. Den Rheinischen Sauerbraten bei Tisch aufschneiden und mit Rosinensauce, Kartoffelklößen und frischem Apfelmus servieren.
Die Sauce kann nach Belieben auch mit Rotwein, Tomatenmark und/oder Apfelkraut abgeschmeckt werden.


 
Er -dieser Sauerbraten- ist eins meiner Lieblingsgerichte, aber weil es schon vorher geplant werden muß und nicht ganz so schnell zubereit ist, gibt es den Sauerbraten nach Omas Rezept nicht so oft. Schade! Dafür freue ich mich dann um so mehr, wenn es ihn gibt.


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